Die außergewöhnliche Flora und Fauna des trockenen, kargen Sonnenbergs stellt einen großen Gegensatz zum gegenüberliegenden, schattigen und dicht bewaldeten Nördersberg dar. Der Sonnenberg, der nördliche Berghang, ist – wie es der Name schon erahnen lässt – von der Sonne sehr verwöhnt. Doch sind die teils recht steilen und felsigen Hänge des Vinschger Sonnenbergs meistens so trocken, daß beinahe nichts darauf gedeihen will. Nur mit Hilfe von künstlichen Bewässerungssystemen – wie beispielsweise die heute noch erhaltenen „Waale“ – war und ist es den Menschen möglich, dort etwas anzubauen. Von der fruchtbaren Talsohle aus lässt sich der Kontrast zwischen den beiden Talseiten, dem Nördersberg und dem Sonnenberg, am Besten erkennen. Aufgrund des außergewöhnlich trockenen und regenarmen Klimas im Vinschgau hat sich am Sonnenberg eine besondere Pflanzen- und Tierwelt entwickelt. Im Sommer ist es meist zu heiß um am Sonnenberg zu wandern, doch in den Frühlings- und Herbstmonaten und beinahe den ganzen Winter über sind die Wanderwege dort schneefrei und auch für ausgedehnte Wanderungen in größerer Höhe zu empfehlen.

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